Um Teile auszutauschen, benötigen wir zunächst ein virtuelles Modell, das wir ausdrucken können. Dies geschieht meist durch Reverse Engineering. Dabei nutzen wir das defekte oder unvollständige Bauteil als Vorlage, konstruieren es mithilfe von Messungen neu und können es sogar verbessern. Die andere Methode besteht darin, das Teil zu scannen und das Modell anschließend nachzubearbeiten. In beiden Fällen ist die physische Anwesenheit des Objekts erforderlich.
Wichtig zu beachten ist, dass der Nachbau mittels 3D-Druck nicht immer eine wirtschaftliche oder gut funktionierende Lösung darstellt. Metallteile lassen sich in der Regel nicht auf diese Weise ersetzen, da der Druck nicht die nötige Stabilität aufweist. Es gibt jedoch druckbare Kunststoffe, die öl-, UV- und hitzebeständig (bis 170–180 °C) sind, und auch Gummi (TPU) lässt sich mit 3D- Druck herstellen. Ist das zu ersetzende Teil hingegen im Handel erhältlich – auch als Teil einer größeren Einheit –, lohnt sich der Kauf meist mehr, da die Kosten für Sonderanfertigungen mit denen der Massenproduktion nicht konkurrieren können.
Hier sind einige Anwendungsbeispiele.